Faszinierendes Weltall

Eine Vortragsreihe des Förderkreis Planetarium Göttingen e.V.
in Zusammenarbeit mit der Volkshochschule Göttingen.

Jeweils Dienstags um 20.00 Uhr

Vorträge finden virtuell statt

Wegen der andauernden Beschränkungen für Veranstaltungen finden die Vorträge der 27. Staffel zunächst ausschließlich online statt. Alle Vorträge und die anschließende Diskussion mit den Vortragenden werden live als Zoom-Meeting gesendet. Die Teilnahme ist kostenlos und ohne Anmeldung möglich.

Durch Klicken auf den folgenden Link gelangen Sie in den virtuellen Vortragsraum.

(Hinweise: Der Raum ist nur während der Vortragstermine zugänglich. Die Vorträge werden aufgezeichnet. Dabei können auch Zuschauerreaktionen erfasst werden. Wenn Sie dies nicht wünschen, lassen Sie bitte Ihr Mikrofon und Ihre Kamera ausgeschaltet.)

Programmänderungen vorbehalten. Bitte beachten Sie die aktuellen Ankündigungen.


Dienstag, 10. November 2020: Schwarze Löcher - riesige Massen: Anmerkungen eines technischen Physikers zu neuesten Ergebnissen der Astrophysik
Prof. Dr. Wolfgang Müller, HAWK Goettingen

Galaktische Schwarze Löcher mit riesigen Massen sind Objekte, über die in den letzten Jahren mit unterschiedlichen Methoden wichtige Informationen erhalten wurden. So wurde im April 2019 über das "Bild" eines riesigen Schwarzen Loches im Virgo-Galaxienhaufen berichtet. Im Oktober 2020 wird der Nobelpreis für Physik u. a. für die Untersuchung eines Schwarzen Loches im Zentrum unserer Milchstraße vergeben. Nach dem Nachweis der beschleunigten Expansion des Weltalls vor einigen Jahren und dem Nachweis von Gravitationswellen vor vier Jahren sind dieses weitere faszinierende Ergebnisse der modernen Astrophysik, insbesondere der Kosmologie. Die Mess- bzw. Beobachtungsmethoden werden aus Sicht eines technischen Physikers vereinfacht dargestellt. So können die extreme Auflösung des Event Horizon Telescopes (EHT), mit dem das "Bild" eines Schwarzen Loches im Virgo-Galaxienhaufen berechnet wurde, abgeschätzt und die Masse dieses riesigen Objektes berechnet werden. Die Masse des Schwarzen Loches im Zentrum unserer Milchstraße, von dem es noch kein "Bild" gibt, lässt sich durch die Beobachtung der Bewegung von Sternen in der Nähe dieses Zentrums bestimmen. In unserem eigenen Sonnensystem ist dies die Methode, die zu den bekannten Keplergesetzen eines Planetensystems führt.

  Künstlerische Darstellung eines von einer Akkretionsscheibe umgebenen, schnell rotierenden, supermassereichen Schwarzen Lochs (Credit: ESO, ESA/Hubble, M. Kornmesser).