Sternenhimmel über Göttingen

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Ceres (1) in Opposition (31.1.)

Vollmond (31.1.)

Der Sternenhimmel im ersten Quartal 2018

Im ersten Quartal 2018 kann von Deutschland aus weder die Wanderung des Mondes durch den Erdschatten (31. Januar, Pazifik) noch die teilweise Bedeckung der Sonne durch den Mond (15. Februar, Antarktis) verfolgt werden. Was aber beobachtet werden kann, ist die Bedeckung des Sterns Aldebaran durch den Mond. Am frühen Abend des 23. Februar verschwindet der hellste Stern im Sternbild Stier um 17:52 Uhr hinter der dunklen Seite des Mondes. Um 18:57 Uhr taucht er auf der hellen Seite (untere Hälfte) wieder auf. Obwohl der Stern recht hell ist und problemlos mit dem bloßen Auge gesehen werden kann, sollte zur Beobachtung ein Fernglas verwendet werden. Der Halbmond ist schon so hell, dass es schwierig ist, den Stern beim Austritt zu sehen.

Merkur - mal morgens, mal abends

Der sonnennächste Planet ist im Januar am Morgen- und im März am Abendhimmel zu sehen. Seit Weihnachten 2017 kann Merkur morgens ab etwa 7 Uhr tief über dem Südöst-Horizont aufgesucht werden. Etwa 15 Minuten später ist es dann schon so hell, dass er nicht mehr beobachtet werden kann. In den folgenden Tagen kann man die Suche schon bis zu 10 Minuten früher starten. Bis zum Jahreswechsel verbessern sich die Beobachtungsbedingungen etwas, um danach wieder schlechter zu werden. Nach dem 6. Januar wird es schwierig, den Planeten zu finden.

Im März bietet Merkur die einzige günstige Abendsichtbarkeit des gesamten Jahres. Ab dem 5. des Monats kann der kleinste Planet im Sonnensystem ab etwa 18:30 Uhr aufgesucht werden. Für etwa 30 Minuten steht er dann knapp über dem Westhorizont. In den folgenden Tagen kann Merkur immer leichter aufgefunden werden, da er etwas höher über dem Horizont steht. Allerdings beginnt die Beobachtungszeit täglich ein bis zwei Minuten später. Am 17. März endet die Sichtbarkeitsperiode. An diesem Tag sollte man nicht vor 18:50 Uhr mit dem Beobachten beginnen. Dafür kann man den flinken Planeten aber auch bis etwa 19:45 Uhr verfolgen.

Als Aufsuchhilfe für Merkur dient im März die Venus. Am 5. wandert Merkur in einem Abstand von nur etwa drei Vollmonddurchmessern an ihr vorbei. Nochmals treffen sie sich am 18. Der Abstand ist dann aber größer und beträgt nicht ganz acht Vollmonddurchmesser.

Venus am Abendhimmel

Ab Ende Februar kann Venus für etwa eine halbe Stunde in der Abenddämmerung verfolgt werden. Der dann noch recht unscheinbare Planet geht am Monatsletzten um kurz nach 19 Uhr unter. Als strahlender Abendstern ist sie erst ab Mitte / Ende März wahrzunehmen. Ihre Untergänge verlagern sich von 19:48 Uhr Mitte des Monats auf 21:37 Uhr Sommerzeit Ende März. Bis Anfang September wird sie als Abendstern unübersehbar nach Sonnenuntergang den Abendhimmel im Westen beherrschen.

Planeten am Morgenhimmel

Neben Mars und Jupiter gesellt sich ab Ende Januar noch Saturn am Morgenhimmel hinzu. Das Trio lässt sich neben seinen unterschiedlichen Helligkeiten auch durch die verschiedenen Farben unterscheiden. Währernd Jupiter eher weiß erscheint, leuchtet Mars leicht rötlich und Saturn strahlt in gelben Tönen.

Die Planetenparade startet Anfang Januar mit Mars um kurz nach halb vier Uhr gefolgt von Jupiter etwa 20 Minuten später. Saturn geht zu der Zeit erst auf, wenn es schon hell ist. Am 7. Januar wandert Mars an Jupiter vorbei. Der Abstand beträgt dabei weniger als einen Vollmonddurchmesser.

Anfang Februar haben alle drei Planeten ihre Morgenstellung ausgebaut. Jupiter geht nun als Erster auf. Um kurz nach 2 Uhr kann der größte Planet im Sonnensystem tief im Südosten aufgesucht werden. Etwas mehr als eine Stunde später folgt ihm Mars. Saturn lässt sich noch etwas Zeit. Er geht erst um kurz vor 6 Uhr auf. Am 10. des Monats wandert Mars nördlich an Antares im Sternbild Skorpion vorbei. Da der Stern ebenfalls rötlich leuchtet, werden beide Himmelskörper immer mal wieder verwechselt. Der Name Antares bedeutet nicht umsonst so viel wie marsähnlicher Stern.

Ende März hat sich Mars auf seiner Bahn um die Sonne der Erde soweit genähert, dass er uns nun heller erscheint als Saturn. Nur Jupiter ist noch heller. Mars Aufgang am 31. des Monats erfolgt um 3:20 Uhr MESZ. Zu diesem Zeitpunkt steht Jupiter schon seit fast vier Stunden über dem Horizont. Da Mars sich Saturn in den letzten Wochen deutlich genähert hat, geht der Ringplanet fast zur gleichen Zeit auf.

Der Sternenhimmel

Jetzt im Winter entfaltet der Sternenhimmel seine größte Pracht. Während im Sommer die Milchstraße alle Blicke auf sich zieht, sind es jetzt die hellen Sterne. Sie bilden so bekannte Sternbilder wie den Stier, die Zwillinge oder den Orion. Dazu gesellt sich noch der Große Hund mit dem Stern Sirius. Er ist der hellste Stern am gesamten Sternenhimmel. Weniger bekannt sind der Fuhrmann und der Kleine Hund. Während beim Fuhrmann fünf helle Sterne ein Fünfeck bilden, wird der Kleine Hund nur durch einen hellen Stern markiert. Seine wenigen anderen Sterne sind alle recht lichtschwach und wenig auffällig.

Während im Westen die Herbststernbilder Andromeda, Perseus und Pegasus zum Horizont hinab sinken, steigen im Osten die Frühlingssternbilder empor. Neben dem Großen Bär ist direkt darunter der Löwe zu sehen. Seine Vorderfüße werden durch den hellen Stern Regulus markiert. Tief über dem Nordost-Horizont zeigt sich auch schon Arktur. Er ist der hellste Stern im Sternbild Bootes.

In der Nacht vom 3. auf den 4. Januar scheint es, als ob aus diesem Sternbild sehr viele Sternschnuppen kommen würden. Dann ist der Sternschnuppenstrom der Quandrantiden aktiv. Mehr als 50 Sternschnuppen pro Stunde können dann beobachtet werden. Allerdings liegt die beste Zeit dafür in der zweiten Nachthälfte.

Die dunklen Neumondnächte sind am 17.01., am 15.02. und am 17.03. Vollmond ist am 02.01., am 31.01., am 02.03. und am 31.03.

Viel Spaß beim Beobachten wünscht Ihnen der FPG!