Faszinierendes Weltall

Eine Vortragsreihe des Förderkreis Planetarium Göttingen e.V.
in Zusammenarbeit mit der Volkshochschule Göttingen.

Jeweils Dienstags um 20.00 Uhr im ZHG der Universität Göttingen, Platz der Göttinger Sieben, Hörsaal 008 (Wegbeschreibung).
Eintritt 4,00 Euro, ermäßigt 2,50 Euro, für Mitglieder des FPG frei.

Dienstag, 12. Dezember 2017: Das Anthropische Prinzip in der Kosmologie
Otto Wöhrbach, Planetarium Freiburg

"Wir leben in der besten aller möglichen Welten." Diese berühmte Behauptung des Philosophen Leibniz mag vielen Menschen auf unserem Planeten wie Hohn vorkommen angesichts von Hunger, Kriegen, Krankheiten, Armut und dergleichen mehr. Aus Sicht der Astronomen dagegen stimmt sie: Wäre aus der Urknall-Geburt ein auch nur geringfügig anderer Kosmos entstanden, gäbe es uns nicht. Aber offenbar waren im Universum von Anfang an alle Bedingungen, Naturgesetze und Entwicklungen genau so beschaffen, dass nun, 13,7 Milliarden Jahre später, auf einem kleinen Planeten irgendwo in den Weiten des Weltalls Lebewesen leben, die diese Welt erkennen und verstehen können. Ein Zufall? Zumindest ein notwendiger Zufall. Denn wenn unser Universum die "richtigen" Eigenschaften nicht von Anfang an gehabt hätte, dann gäbe es heute auch keine intelligenten Lebewesen, die sich darüber wundern könnte. Weil es uns aber zweifellos gibt, muss das Universum selbstverständlich die richtigen Eigenschaften besitzen. Aber ist dieses so genannte "Anthropische Prinzip" nicht nur eine bloße Binsenweisheit, eine Plattitüde, eine Tautologie? Oder verhilft sie uns zu einem tieferen Verständnis des Kosmos?