Aktuelle Himmelsereignisse
Mond bei Saturn (23.01.)
Mond bei Jupiter (31.01.)
Vollmond (01.02.)
Der Sternenhimmel im ersten Quartal 2026
Das Jahr 2026 beginnt mit einer Jupiter-Opposition. Im Februar ist Merkur am Abendhimmel zu beobachten, und Saturn schaut bei Neptun vorbei.
Merkur am Abendhimmel
Im Februar ist Merkur für etwa zwei Wochen relativ einfach am Abendhimmel zu beobachten. Ab dem 9. kann man ab etwa 18 Uhr für eine Viertelstunde den sonnennächsten Planeten beobachten. In den folgenden Tagen verlängert sich die Beobachtungszeit auf etwa eine halbe Stunde. Nach dem 14. verschiebt sich der Beginn der Beobachtung auf etwa 18:15 Uhr und ab dem 19. braucht man nicht vor 18:30 Uhr mit der Suche nach Merkur beginnen. Nach dem 22. Februar ist der Planet nicht mehr zu sehen. Zum Auffinden ist eine freie Sicht zum Westhorizont nötig. Ein Fernglas hilft beim Aufsuchen. Den Rest des Quartals ist Merkur nicht zu sehen.
Venus und Mars
Venus kann ab Ende Februar am Abendhimmel beobachtet werden. Allerdings steht sie noch sehr tief und fällt nicht besonders auf. Am 28. Februar geht Venus um 19:06 Uhr unter, am 31. März um 21:41 Uhr MESZ. Da aber die Sonne ebenfalls immer später untergeht, gewinnt Venus nur wenig an Sichtbarkeitsdauer. Mars wandert das gesamte Quartal zusammen mit der Sonne über den Taghimmel und ist nicht zu sehen.
Jupiter in Opposition
Am 10. Januar kommt Jupiter in Opposition zur Sonne. An diesem Tag stehen Sonne, Erde und Jupiter auf einer Linie. Das führt dazu, dass der Riesenplanet die gesamte Nacht hindurch zu beobachten ist. Zu Neujahr geht der Planet um 17:07 Uhr auf, am Oppositionstag schon um 16:26 Uhr. Nach der Opposition geht Jupiter allerdings immer früher unter. Von 8:29 Uhr am Tag nach der Opposition auf 5 Uhr am 28. Februar und um 4 Uhr MESZ am 31. März.
Schon mit einem Fernglas kann jetzt der tägliche Tanz der vier größten Jupitermonde (Io, Europa, Ganymed, Kallisto) um den Planeten herum verfolgt werden. Mit einem Teleskop ist es auch möglich, den Schattenwurf eines Mondes auf der Wolkenoberfläche von Jupiter zu beobachten.
Saturn trifft Neptun
Mitte Februar zieht Saturn nahe an Neptun, dem äußersten Planeten in unserem Sonnensystem vorbei. Allerdings nur scheinbar, denn trotz scheinbarer Nähe liegen immer noch etwa drei Milliarden Kilometer zwischen den beiden Planeten. Die scheinbare Nähe hilft aber, Neptun relativ leicht aufzusuchen. Saturn kann als Ausgangspunkt für die Suche genutzt werden. Am 16. Februar stehen beide Planeten etwas weniger als zwei Vollmonddurchmesser voneinander entfernt. Mithilfe eines Astronomieprogramms kann man sich die Umgebung der beiden Planeten anzeigen lassen. Mit einem Fernglas kann dann die Suche nach Neptun beginnen.
Allerdings darf man sich abends nicht allzu viel Zeit lassen, denn Saturn $-$ und mit ihm auch Neptun $-$ gehen Mitte Februar bereits gegen halb neun Uhr abends unter. Zu Neujahr erfolgt Saturns Untergang erst um 23:10 Uhr, Ende Februar schon kurz vor acht Uhr abends.Im März sind beide Planeten nicht mehr zu beobachten.
Der Sternenhimmel
Jetzt ist die beste Zeit, um die Wintersternbilder am Abendhimmel beobachten zu können. Beim Blick nach Südwesten fällt als erstes das markante Sternbild des Orion auf. Besonders die Reihe von drei fast gleich hellen Sternen zieht den Blick auf sich. Es ist der Gürtel des mythischen Kriegers aus der griechischen Sagenwelt. Etwas unterhalb ist abseits der lichtverschmutzten Städte ein diffuser Nebel zu erkennen. Der Sage nach ist dies das Schwertgehänge des Orion. Für die Naturwissenschaft ist es eine Sternentstehungsregion. Einige schon entstandene Sterne beleuchten Staub und Gas einer riesigen Wolke. Die linke Schulter des Orion wird durch den rötlich leuchtenden Stern Beteigeuze markiert, der rechte Fuß durch den bläulich leuchtenden Stern Rigel. Ein schöner Farbkontrast.
Etwas oberhalb und westlich (also rechts) von Orion steht das Sternbild Stier mit dem ebenfalls rötlich leuchtenden Stern Aldebaran. Er steht scheinbar mitten im offenen Sternhaufen der Hyaden. Allerdings ist er kein Mitglied des Haufens, da er nur etwa ein Drittel so weit entfernt ist wie die Hyaden. Gleich nebenan steht der andere bekannte Sternhaufen im Stier, die Plejaden. Weit abseits sämtlicher künstlicher Beleuchtung kann man in diesem offenen Sternhaufen mit dem bloßen Auge fünf bis sechs Sterne erkennen.
Direkt oberhalb des Orion steht das Sternbild des Fuhrmanns. Seine hellsten Sterne bilden ein Fünfeck, obwohl eine Ecke offiziell schon zum Sternbild Stier gehört. Der hellste Stern im Fuhrmann trägt den Namen Kapella. Ebenfalls oberhalb aber östlich (also links) vom Orion befindet sich das Sternbild Zwillinge. Auffällig sind seine fast gleich hellen Sterne Kastor und Pollux. Im Moment steht Jupiter in den Zwillingen.
Unterhalb der Zwillinge, auf Höhe des Orion, steht ein einzelner heller Stern. Es ist Prokyon, der hellste Stern im Kleinen Hund. Das Sternbild besitzt sonst nur noch wenige, schwach leuchtende Sterne. Auffälliger ist da schon der Große Hund, gleich unterhalb davon. Bei sehr guter Horizontsicht (keine Wolken, wenig Dunst) kann abseits der Städte das Sternbild komplett beobachtet werden. Sein hellster Stern Sirius ist der hellste Stern am gesamten Nachthimmel. Sirius, Rigel, Aldebaran, Kapella, Kastor (Pollux) und Prokyon bilden zusammen das sogenannte „Wintersechseck&ldquo,.
Beim Blick zum Westhimmel sind noch die letzten Herbststernbilder zu sehen. Neben Perseus und Andromeda steht dort auch das auffällige Sternbild der Kassiopeia. Auffällig deshalb, weil seine hellsten Sterne etwa den Buchstaben \glqq W\grqq\ nachbilden.
Beim Blick nach Osten sind schon die ersten Frühlingssternbilder zu sehen. Leicht aufzufinden ist das Sternbild des (liegenden) Löwen mit dem hellen Stern Regulus. Auch die Große Bärin beginnt wieder an Höhe zu gewinnen. Das macht es leichter, den Großen Wagen als Teil der Großen Bärin zu finden. Ganz knapp über dem Nordost-Horizont ist ein heller rötlich leuchtender Stern gerade aufgegangen. Es ist Arktur im Sternbild Bootes. Ein weiterer Frühlingsbote, denn bis zum astronomischen Frühlingsanfang ist es nicht mehr lange hin. Er findet in diesem Jahr am 20. März um 15:46 Uhr statt.
Vollmond ist am 03.01., am 01.02. und am 03.03. Die dunklen Neumondnächte finden am 18.01., am 17.02. und am 19.03. statt.
Viel Spaß beim Beobachten wünscht Ihnen der FPG!
