Aktueller Himmel von AstroViewer

Sternenhimmel über Göttingen

Aktuelle Himmelsereignisse

Juno (3) in Opposition (03.03.)

Neumond (10.03.)

Mond bei Jupiter (13.03.)

Merkur am Abendhimmel (16. - 26.03.)

Der Sternenhimmel im ersten Quartal 2024

Das Jahr 2024 ist ein Schaltjahr und arm an Finsternissen. Von Deutschland aus sind nur eine Halbschattenfinsternis des Mondes am 25. März und eine partielle Mondfinsternis am 18. September zu beobachten. Bei der Halbschattenfinsternis tritt der Mond noch nicht einmal in den Kernschatten der Erde ein. Dies tut er am 18. September, jedoch nur ganz bescheiden. Lediglich 9,1% des scheinbaren Monddurchmessers treten dabei in den Kernschatten ein.

Merkur - mal morgens, mal abends

Merkur ist im ersten Quartal 2024 gleich zweimal zu beobachten. Ab dem 4. Januar kann der sonnennächste Planet morgens ab etwa 7 Uhr für rund eine halbe Stunde beobachtet werden. Der Planet steht nur knapp über dem Südost-Horizont. Eine freie Horizontsicht ist deshalb unbedingt notwendig. Zum Auffinden sollte ein Fernglas verwendet werden. Letztmalig kann Merkur am 15. des Monats aufgesucht werden.

Wem es nicht gelungen ist, Merkur im Januar zu beobachten, hat in der zweiten Märzhälfte eine weitere Chance. Dabei ist der Planet deutlich leichter aufzufinden. Ab dem 15. März ist Merkur abends zu sehen. Beginnen sollte man mit der Beobachtung ab etwa 19 Uhr. Dann bleiben rund 30 Minuten Zeit, um den Planeten aufzufinden. Bis zum 27. des Monats kann Merkur nun jeden Abend etwas später beobachtet werden. Am 27. beginnt das Beobachtungsfenster erst gegen 19:30 Uhr und endet gegen 20 Uhr.

Venus - Ende der Morgensichtbarkeit

Venus verabschiedet sich im Laufe des Quartals vom Morgenhimmel. Geht sie zu Neujahr schon um 5:15 Uhr auf, verspätet sie sich bis Ende Januar um etwa eine Stunde und überquert den Horizont erst um 6:15 Uhr. Anfang März geht die Sonne dann schon deutlich früher auf, so dass Venus in der Morgendämmerung nicht mehr beobachtet werden kann.

Jupiter und Saturn verabschieden sich

Während Mars das gesamte Quartal hindurch nicht beobachtet werden kann, da er mit der Sonne über den Taghimmel wandert, können die beiden größten Planeten des Sonnensystems noch beobachtet werden - wenn auch mit Einschränkungen.

Jupiter, der größte Planet im Sonnensystem, zieht sich aus der zweiten Nachthälfte zurück. Geht er zu Neujahr noch um kurz vor 3 Uhr unter, erreicht er am letzten Januartag schon um kurz nach 1 Uhr den Westhorizont. Am 1. März geht er um 23:32 Uhr unter, am Monatsletzten dann schon um 23:07 Uhr MESZ. Da die Sonne immer später untergeht (am 31.03. schon kurz vor 20 Uhr MESZ), bleibt nicht mehr viel Zeit zum Beobachten.

Saturn kann sogar nur noch im Januar beobachtet werden. Tief im Südwesten geht der Ringplanet am Monatsersten schon um kurz nach 21 Uhr unter. Am 31. überquert er den Horizont schon um 19:25 Uhr. Ab etwa 18 Uhr kann Saturn in der zunehmenden Dunkelheit aufgesucht werden. Den Rest des Quartals kann er dann nicht mehr beobachtet werden.

Der Sternenhimmel

Am Abendhimmel hat sich nun die ganze Pracht des Wintersternenhimmels entfaltet. Denn dort gibt es besonders viele hell leuchtende Sterne. Auffällig ist dabei besonders das Sternbild Orion mit seinen drei fast gleich hellen Sternen, die in einer Reihe stehen. Links oberhalb der Dreierreihe leuchtet rötlich der Stern Beteigeuze, rechts unterhalb steht Rigel, ein bläulich leuchtender Stern. Rechts oberhalb von Orion steht das Sternbild Stier mit dem ebenfalls rötlich leuchtenden Stern Aldebaran und dem Sternhaufen der Plejaden. Noch höher am Himmel, direkt über uns im Zenit, steht der Fuhrmann. Seine hellsten Sterne bilden ein Fünfeck. Etwas tiefer und weiter nach Osten befindet sich das Sternbild der Zwillinge mit den fast gleich hellen Sternen Kastor und Pollux. Direkt darunter steht, etwas alleine, der helle Stern Prokyon im Sternbild Kleiner Hund.

Noch tiefer Richtung Südhorizont flackert der helle Stern Sirius im Sternbild des Großen Hundes. Sirius ist der hellste Stern am gesamten Sternenhimmel. Er flackert aber deutlich mehr als die anderen genannten Sterne. Das liegt daran, dass er so tief über dem Horizont steht. Das Licht von Sirius muss daher sehr viel mehr der irdischen Atmosphäre durchqueren als das bei den anderen Sternen nötig ist, bevor es auf unser Auge trifft.

Beim Blick zum Westhorizont fällt das „Himmels-W“ auf. Die hellsten Sterne des Sternbildes Kassiopeia bilden dabei grob den Buchstaben W nach. Daneben steht Perseus und knapp darunter, fast senkrecht stehend, ist die Sternenkette der Andromeda zu finden. Mit einem Fernglas kann rechts (nördlich) der Kette die Andromeda-Galaxie beobachtet werden.

Im Osten sind schon die ersten Frühlingssternbilder aufgegangen. Dabei fällt besonders der hell leuchtende Stern Regulus im Sternbild Löwe auf. Direkt darüber ist der Große Wagen zu sehen. Er ist ein Teil des Sternbildes der Großen Bärin. Tief über dem Nordost-Horizont steht der rötlich leuchtende Stern Arktur im Sternbild Bootes. In den Nächten zwischen dem 3. und 5. Januar scheinen viele Sternschnuppen aus dieser Richtung zu kommen. Dann ist der Sternschnuppenstrom der Quadrantiden aktiv. Beste Beobachtungszeit ist allerdings erst nach Mitternacht. Leider steht in diesem Jahr dann der abnehmende Mond am Himmel und reduziert die sonst große Anzahl an Sternschnuppen deutlich.

Vollmond ist am 25.01., am 24.02. und am 25.03. Die dunklen Neumondnächte finden am 11.01., am 09.02. und am 10.03. statt.

Viel Spaß beim Beobachten wünscht Ihnen der FPG!