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Der Sternenhimmel im ersten Quartal 2022

Zusammen mit vier Planeten kann der Jahreswechsel vollzogen werden. Danach verabschieden sich drei Planeten vom Abendhimmel und einer „wechselt“ zum Morgenhimmel.

Planetentreffen am Abendhimmel

Zum Jahreswechsel können in der Abenddämmerung vier Planeten beobachtet werden. Das sind neben den beiden hell leuchtenden Planten Venus und Jupiter noch Saturn und Merkur. Um alle vier Planeten am besten sehen zu können, sollten die ersten fünf Januartage genutzt werden. Danach geht Venus noch am hellen Abendhimmel unter. Merkur ist zwischen Neujahr und dem 10. Januar mit einem Fernglas zu sehen. Auch Saturn ist in der noch relativ hellen Abenddämmerung nicht leicht aufzufinden. Er schließt sich Venus und Merkur an und verschwindet ab Monatsmitte vom Abendhimmel. Sein Untergang erfolgt dann ebenfalls schon während der Dämmerung. Ende Januar ist dann nur noch Jupiter am Abendhimmel zu finden.

Um die Planeten beobachten zu können, sollte ein Fernglas verwendet werden. Außerdem muss unbedingt eine freie Sicht zum Südwest-Horizont vorhanden sein. Besonders zur Beobachtung von Merkur und Venus ist dies wichtig, da beide nur knapp über dem Horizont stehen. Beste Beobachtungszeit ist ab etwa 17:15 Uhr.

Während Merkur, Venus und Saturn sich im Januar von der Himmelsbühne verabschieden, kann Jupiter noch bis etwa Mitte Februar am Abendhimmel beobachtet werden. Dann verschwindet auch er in der immer später beginnenden Abenddämmerung. Für den Rest des Quartals bleiben Merkur und Jupiter unbeobachtbar. Anders sieht es bei Venus und Saturn aus.

Planeten am Morgenhimmel

Nachdem Venus Anfang Januar noch am Abendhimmel zu beobachten war, kann sie ab Monatsmitte am Morgenhimmel aufgesucht werden. Am 15. geht sie um 7:12 Uhr auf, zu Monatsende schon um 5:50 Uhr. Ende März erscheint sie schon um 5:29 Uhr Sommerzeit über dem Horizont. Auch Saturn ist ab Ende März am Morgenhimmel zu sehen. Er steht dann nicht weit von Venus entfernt, leuchtet aber deutlich schwächer. Zum Auffinden hilft auch hier ein Fernglas. Zum Beobachten eignet sich am besten der Zeitraum zwischen etwa 7 Uhr und 7:30 Uhr Sommerzeit. Danach ist es zu hell.

Zu diesem Duo gesellt sich noch Mars. Er ist das gesamte Quartal hindurch am Morgenhimmel zu sehen. Da er im Moment jedoch nicht sehr hell leuchtet, ist es in der Morgendämmerung recht schwierig ihn zu finden. Ohne Fernglas dürfte dies nicht gelingen. Am 1. Januar geht der Rote Planet um 6:25 Uhr, Ende März um 6:39 Uhr Sommerzeit. Am 31. März bilden Venus, Saturn und Mars ein Dreieck, dessen Spitze zum Horizont zeigt. Venus steht dabei an der linken Ecke, Mars rechts und Saturn bildet die Ecke, die zum Horizont zeigt. Der scheinbare Abstand von Venus und Saturn beträgt dann etwa sechs Vollmonddurchmesser, der zwischen Venus und Mars das Doppelte.

Sternschnuppen Anfang Januar

Bevor die Frühjahrsflaute hinsichtlich der Anzahl von beobachtbaren Sternschnuppen einsetzt, sind in der Nacht vom 3. auf den 4. Januar noch einmal bis zu 50 Sternschnuppen pro Stunde zu sehen. Die meisten werden in den Morgenstunden des 4. Januar zu beobachten sein. Da alle diese Sternschnuppen aus dem Sternbild Bootes zu kommen scheinen, wird der Sternschnuppenstrom Bootiden oder auch Quadrantiden genannt.

Der Sternenhimmel

Jetzt im ersten Quartal des Jahres können die vielen hellen Sterne des Winterhimmels besonders gut beobachtet werden. Da es davon eine Menge gibt, zählt der Nachthimmel zu dieser Jahreszeit zu den beeindruckensten.

Dabei fällt das Sternbild Orion besonders auf. Seine Dreierkette aus hell leuchtenden Sternen zieht den Blick magisch an. Diese Kette wird zudem von vier ebenfalls hell leuchtenden Sternen in Form eines großen Rechtecks eingerahmt. Westlich (rechts) davon fällt der rötlich leuchtende Stern Aldebaran im Stier auf. Nicht weit davon entfernt stehen die Plejaden, ein offener Sternhaufen. Mit bloßem Auge können bis zu sieben Sterne gesehen werden. Fast im Zenit, also direkt über uns, zieht Kapella im Fuhrmann ihre Kreise. Östlich (links) vom Orion stehen zwei fast gleich hell leuchtende Sterne: Kastor und Pollux in den Zwillingen. Darunter folgt ein einzeln stehender hell leuchtender Stern im Sternbild Kleiner Hund mit dem Namen Prokyon. Noch weiter Richtung Horizont steht dann mit Sirius der hellste Stern am gesamten Himmel. Er ist Teil des Sternbilds Großer Hund. Zusammen mit dem rechten unteren Eckstern im Rechteck des Orion, mit dem Namen Rigel, bilden diese Sterne ein großes Sechseck, das so genannte „Wintersechseck“.

Über dem Osthorizont stehen schon die ersten Frühlingssternbilder. Dabei fällt das Sternbild Löwe mit dem hell leuchtenden Stern Regulus besonders auf. Direkt über diesem steht das Sternbild der großen Bärin. Ein Teil von ihr bildet den Großen Wagen. Tief über dem Osthorizont ist zudem der rötlich leuchtende Stern Arktur aufgegangen. Er ist der Hauptstern im Sternbild Bootes. Er wird im Frühjahr der auffälligste Stern am abendlichen Nachthimmel sein.

Die dunklen Neumondnächte sind am 2.1., am 1.2. und am 2.3. Vollmond ist am 18.1., am 16.2. und am 18.3.

Viel Spaß beim Beobachten wünscht Ihnen der FPG!